OLED Monitor für Gaming, Bildbearbeitung und Co - Alle Infos zu OLED Bildschirmen
Quelle: Dell

Nachdem die Welt der Fernseher durch die OLED-Technologie regelrecht revolutioniert wurde, erscheinen immer mehr TV-Geräte mit einem OLED-Display auf dem Markt.

Doch was ist eigentlich mit OLED-Monitoren? – Hier sieht es momentan noch recht still aus, obwohl die Technologie ihr Potenzial bei den Fernsehern schon gezeigt hat.

Glücklicherweise werden so langsam nun auch OLED-Monitore für PC und Co. von den Herstellern angekündigt.

Denn die Vorteile von OLED-Bildschirmen, vor allem im Gaming-Bereich, liegen ja schließlich auf der Hand: Ghosting- und Screen-Tearing-Effekte bei schnellen Spielabschnitten sind Dank der extrem niedrigen Pixel-Reaktionszeit des OLED-Gaming-Monitors praktisch nicht mehr existent.

 

 

Aktuelle Infos über OLED-Monitore für PC & Co.

In diesem Artikel werden wir Sie stets darüber informieren, welche OLED-Monitore von den Herstellern angekündigt und eventuell schon erschienen sind.

Wenn Sie vorhaben sich zukünftig einen OLED-Monitor zuzulegen, dann empfiehlt es sich durchaus diese Seite, als Lesezeichen abzuspeichern.

 

  • 08/2020 Der chinesische Hersteller BOE Technology stellte während der Display Week 2020 einen 49 Zoll (124,46 cm) großen OLED-Monitor mit 3840 x 1080p (32:9) Auflösung vor. Als maximale Bildwiederholfrequenz wurden Werte von bis zu 240Hz zugesichert. (Quelle: Prad)
  • 02/2020 – Weitere Informationen zum „Foris Nova“ von Eizo angekündigt: Auflösung, Anschlüsse, Bildschirmgröße, etc. (Quelle: Prad)
  • 01/2020 – Acer kündigt neue Monitore an, darunter der Acer Predator CG552K mit OLED-Display in 32/37,5/55 Zoll und 144Hz (Quelle: Computerbild)
  • 10/2019 – Limitierter OLED-4K-Monitor „Foris Nova“ von dem Hersteller Eizo angekündigt. (Quelle: Computerbase)
  • 01/2019 – Preis, Garantie und Release-Datum vom Asus ProArt PQ22UC OLED-Monitor angekündigt. (Quelle: Computerbase)
  • 01/2019 – Dell hat Informationen über einen Alienware-OLED-Monitor mit 55 Zoll und 4K-Auflösung angekündigt. (Quelle: Gamestar)
  • 12/2018 – OLED-Monitor „Burning Core“ von dem Hersteller JOLED als E-Sports-Monitor mit 144Hz und Full-HD (1080p) angekündigt. (Quelle: PCGH, DisplayNinja)

 

 

Die besten OLED-Monitore – für Gaming, Bildbearbeitung und E-Sports

Folgend finden Sie eine Auflistung aktueller OLED-Bildschirme sowie die dazugehörigen technischen Informationen.

 

Dell Alienware AW5520QF – Aktuell bester OLED-Monitor für Gaming

OLED-Monitor für Gaming - Dell Alienware AW5520QF

Der erstmals in 2019 angekündigte Alienware AW5520QF von Dell soll vor allem die Zielgruppen rund um die Gaming-Szene ansprechen.

So kommt es, dass der OLED-Gaming-Monitor bei einer Bildschirmgröße von 55 Zoll (139,7 cm) und einer Bildschirmauflösung von 3840 x 2160p (4K) eine Bildwiederholfrequenz von 120Hz erreichen soll.

Die Pixel-Reaktionszeit des Dell Alienware AW5520QF soll formidable 0,5 Millisekunden betragen.

Außerdem soll der Monitor eine AMD FreeSync– sowie eine Nvidia G-Sync-Kompatibilität gewährleisten, hierbei ist letztere aber nicht von Nvidia zertifiziert. Darüber hinaus unterstützt der Monitor auch kein HDR.

Dell Alienware AW5520QF OLED-Gaming-Monitor
Quelle: Florian Müssig via Heise.de

Als Anschlussmöglichkeit stehen einem entweder ein HDMI 2.0-Anschluss oder ein Display-Port 1.4 zur Verfügung.

Um die 120Hz voll auskosten zu können, muss aber zwingend der Display-Port verwendet werden. 4 USB 3.0 Slots, eine Fernbedienung, ein S/PDIF-Anschluss sowie integrierte Lautsprecher (14W) sind ebenfalls vorhanden.

Bezüglich des Designs kann man nur positives berichten, die für Dell Alienware typischen LED-RGB-Akzente sind natürlich auch vertreten.

 

 

Asus ProArt PQ22UC – OLED-Monitor mit 4K/UHD und HDR

Asus ProArt PQ22UC - QLED-Bildschirm

Der ebenfalls im Januar 2019 angekündigte ProArt PQ22UC von Asus ist nun endlich im Handel erhältlich. Was direkt auffällt, ist das doch relativ kleine Display mit einer Bildschirmdiagonale von gerade mal 21,6 Zoll (54,86 cm).

Das im Display verbaute JOLED-Panel von Sony und Panasonic schafft eine Bildschirmauflösung von ganzen 3840 x 2160 Pixeln, was bei einer Bildschirmdiagonale von rund 22 Zoll wirklich hoch ist. Dadurch liegt die Pixeldichte bei atemberaubenden 518 Pixeln per Zentimeter.

Wirklich lohnen wird sich der Kauf deshalb nur für professionelle Grafik- und/oder Motion-Designer sowie für Foto- und Videobearbeitung.

Bezüglich der Bildwiederholrate soll der Asus ProArt PQ22UC 60Hz bei einer Reaktionszeit von 0,1 Millisekunden schaffen. Anders als andere OLED-Modelle soll der Asus PQ22UC auch HDR bzw. HDR10 unterstützen.

Die Farbraumabdeckung soll im P3 bei ganzen 99% sein und bestätigt somit die Ausrichtung der Zielgruppe auf den Designer-Bereich.

 

 

Eizo Foris Nova

Eizo Foris Nova OLED für Bildbearbeitung

Ähnlich wie der OLED-Monitor von Asus kann der Foris Nova von dem Hersteller Eizo auch eine Displaydiagonale von 21,6 Zoll vorweisen. Hierbei soll die Bildschirmauflösung auch 3840 x 2160 Pixel betragen, und das bei 60Hz Bildwiederholfrequenz.

Lebensechte Farben und ausgezeichnete Kontraste sind dank 330 Nit, einem 1.000.000:1 Kontrastverhältnis und einer Abdeckung von 80%  im BT.2020 Farbraum möglich.

Eine HDR10 sowie eine HLG Unterstützung sind auch vorhanden. Die Reaktionszeit des Foris Nova soll bei rund 0,04ms liegen, der Input-Lag bei 1,67ms.

Außerdem sollte erwähnt sein, dass der Eizo Foris Nova weltweit in der Stückzahl streng auf 500 Monitore an der Stückzahl limitiert ist.

Für den Anschluss des OLED-Monitors an dem Rechner hat man zwei HDMI 2.0 Kabel zu Verfügung, zusätzlich sind ein USB-Port und ein Klinkenanschluss vorhanden.

 

 

Burning Core – 144Hz-OLED-Monitor für E-Sports

JOLED Burning Core OLED E-Sports Monitor

Der im Dezember 2018 angekündigte „Burning Core“ Monitor von JOLED wurde speziell für den Gebrauch im E-Sport-Bereich entwickelt. Bei der Entwicklung des Monitors soll auch das E-Sports-Team eine tragende Rolle gespielt haben.

Die Auflösung des 21,6 Zoll-Panels soll eine gewöhnliche Full-HD-Auflösung bei 144Hz Bildwiederholrate unterstützen. Zum Highlight gehört vor allem die ultra- niedrige Reaktionszeit von gerade mal 0,1ms.

Bezüglich des Veröffentlichungsdatums wurde noch nichts von JOLED bekannt gegeben, der Monitor soll sich aber wohl primär an professionelle Gamer als Zielgruppe richten.

Neusten Mitteilungen zufolge soll JOLED auch an einem 8K Display mit einer Bildrate von ganzen 120Hz arbeiten. Also kann man da durchaus gespannt bleiben.

 

 

Was ist ein OLED-Monitor? – Für Anfänger

Ja, die Frage ist durchaus berechtigt: Was ist ein OLED-Bildschirm überhaupt?

Der Begriff „OLED“ ist die Abkürzung für die englischsprachigen Worte „organic light-emitting diodes“. Übersetzt ganz einfach: organische Leuchtdioden.

 

Was ist der Unterschied zwischen OLED und LED?

Der grundlegende Unterschied von OLED-Monitoren ist, dass diese selbstleuchtend sind. Genauer gesagt bedeutet das, dass jedes einzelne Pixel auf dem gesamten Display für sich selbst leuchtet. Mehr dazu: QLED vs. OLED.

Dell UP3017Q OLED
Der Dell UP3017Q war der erste veröffentlichte OLED-Monitor, dieser ist nun leider nicht mehr im Handel erhältlich.

Bei normalen LED-Monitoren beispielsweise, leuchten die Pixel nicht, diese werden nur durch eine Hintergrundbeleuchtung bestrahlt. OLED-Bildschirme benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, da die Pixel an sich schon die Fähigkeit haben zu leuchten.

Hierzu benutzen OLED-Monitor organisches Material, um ihr Licht zu erzeugen. Siehe OLED-Molekül. Mehr dazu.

Oled molekül
OLED Molekül

Der Vorteil gegenüber zu LCD-Monitoren ist, dass das von den OLED-Monitoren ausgehende Licht zwar nicht so hell, aber dafür viel natürlicher wird.

Gleiches gilt für die Farb- und Kontrastdarstellung, welche bei OLED-Modellen geradezu perfekt sind. Weil sich die Pixel ja bei z.B. einem Bild mit schwarzen Stellen komplett abschalten können und somit einen perfekten Schwarzpunkt erzeugen können. Stromsparender als LED-Displays sind OLEDs dadurch auch noch.

Was aber momentan noch als großer Nachteil empfunden werden muss, ist der doch happige Kaufpreis der meisten OLED-Geräte.

Ob 8K-Fernseher oder Monitor, der Kaufpreis ist selbst in 2020 noch relativ hoch. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das in der nahen Zukunft ändern wird, da OLED-Bildschirmen ihrem kleinen Bruder wirklich überlegen sind.

Ein weiterer unschöner Effekt ist das Einbrennen der Bilder ins Display. Das passiert vor allem bei einer langen Darstellung desselben Bildes, z.B. bei einer Health-Bar in einem Computerspiel.

Glücklicherweise wird die OLED-Technologie ständig weiterentwickelt und solche unschönen Vorkommnisse werden in der Praxis immer seltener.

 

OLED-Monitor – Pro und Contra

Pro
  • Extrem schnelle Reaktionszeiten
  • Energieeffizient
  • Deutlich dünnerer Monitor-Rahmen
  • Verbesserte Farbdarstellung
  • Perfekte Kontraste
Contra
  • Extrem hohe Kaufpreise
  • Einbrenn-Problem
  • Wenig Auswahl (momentan)

 

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