Bildwiederholungsfrequenz bei Monitoren

Wer auf der Suche nach einem neuen Fernseher oder nach einem neuen Monitor ist, wird oft mit Hertz und der sogenannten Bildwiederholfrequenz konfrontiert.  Für viele Menschen gilt bei technikorientierten Zahlen: Je höher, desto besser. Doch bei der Bildwiederholrate ist das nicht immer der Fall.

Bei der Auswahl eines neuen Gerätes darf dabei die Bildwiederholfrequenz nicht alleine beurteilt werden, sondern sollte immer im Zusammenhang der anderen technischen Eigenschaften wie Auflösung, Reaktionszeit, Bildschirmgröße, etc. evaluiert werden.

Was die Bildwiederholfrequenz bei Monitoren genau bedeutet und worauf Sie bei dem Kauf eines neuen TVs oder Bildschirms achten müssten, erklären wir Ihnen jetzt.

 

Was ist die Bildwiederholfrequenz eigentlich?

Die sogenannte Bildwiederholfrequenz gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde ein Bildschirm bzw. ein Display anzeigen kann. Durch das schnelle Abspielen von mehreren Bildern pro Sekunde entsteht für das Auge der Eindruck, dass sich das Bild bewegen würde. Das beutetet, dass z.B. ein Film nichts anderes ist als ein schnelles Abspielen von vielen Bildern hintereinander ist.

Dieses schnelle Abspielen führt somit zu einer flüssigen Bewegung, einer Animation. Die Bildwiederholfrequenz wird dabei in Hertz angegeben. Ein Herz beutetet, dass pro Sekunde ein Bild abgespielt wird, bei fünf Hertz würde der Monitor pro Sekunde fünf Bilder abspielen.

Bildschirm von LG in Abb. - Was ist Bildwiederholfrequenz?

Das menschliche Auge kann dabei Bewegungen nur als flüssig und nicht ruckelnd wahrnehmen, wenn diese mit einer Bildwiederholfrequenz von mindestens 25 Herzt gezeigt werden. Ist die Bildwiederholfrequenz geringer als 25 Hertz, erkennt das menschliche Auge die einzelnen Bilder, der Animations-Effekt fällt aus. Vielen Gamern ist ein ein sog. Abfall dieser Bildrate als „Lag“ bekannt.

Das gewöhnliche Fernsehen wird mit einer Bildwiederholfrequenz zwischen 25 und 60 Herzt ausgestrahlt und reicht für das Ansehen von Serien/Filmen vollkommen aus. Weil die Hertzzahl nicht permanent konstant gehalten werden kann, erzeugen die meisten TVs, Monitore und Smartphones beim Abspielen sogenannte Zwischenbilder. Diese haben den Zweck das Bild flüssiger und angenehmer für das Auge zu machen. Jedoch gibt es diese Bilder in der Aufnahme, sie Werder lediglich von einem Computer berechnet und extrapoliert.

 

Hohe Bildwiederholungfrequenz für Gaming sinnvoll

Bei 3D-Anwendungen und Computer-Games sollte die Bildwiederholfrequenz  bestenfalls etwas höher sein, hier sind mindestens 60Hz zu empfehlen. Jedoch ist für die aktuellen Games eine Bildwiederholrate von 120Hz, 144Hz oder sogar 240Hz erstrebenswert.

Vor allem in Spielen wie League of Legends, CS:GO und Fortnite verschaffen hohe Bildwiederholfrequenzen in Zusammenarbeit mit der Reaktionszeit bei Monitoren einen klaren Vorteil. Denn je schneller das Bild auf dem Bildschirm für den Spieler dargestellt wird, desto schneller kann der Spieler darauf reagieren.

Ist die Ausgabequelle des Bildes ein Computer, so sollte zuerst geprüft werden, wie leistungsfähig die Grafikkarte ist. Um beispielsweise 100 Hertz darzustellen, braucht es auch dementsprechend mindestens 100 Bilder, die von der Grafikkarte ausgegeben werden. Gamer kenne diese ausgegeben Bilder auch unter den Namen Framerate oder FPS (Bilder pro Sekunde).

 

 

Welche Bildwiederholrate für einen TV?

Wer auf seinem Fernseher oder Monitor hauptsächlich nur Serien oder Filme sehen möchte, kann ein günstiges Gerät mit einer Bildwiederholfrequenz von rund 25 – 60 Hertz kaufen. Es kann zwar auch ein Gerät mit einer höheren Frequenz ausgesucht werden, allerdings hat diese dann keinen sonderlich spürbaren Effekt.

Eine zu hohe Bildwiederholfrequenz kann jedoch auch zu unerwünschten Effekten führen. Ist diese Frequenz zu hoch, so werden relativ viele künstliche Zwischenbilder berechnet. Dies führt zum sogenannten Seifenoper-Effekt.

Durch zu viele Zwischenbilder bilden sich im Hintergrund unnatürliche Konturen und der Vordergrund stich auf eine recht unnatürliche Art und Weise heraus. Dies kann für den Zuschauer und das Auge unangenehm erscheinen.

 

Bildwiederholrate: Das Wichtigste zusammengefasst

Die Bildwiederholfrequenz gibt an wie viel Hertz ein Bildschirm darstellen kann. Je höher die Hertz desto mehr Bilder kann der Monitor in der Sekunde darstellen. Höhere Bildwiederholungsfrequenzen sorgen also für eine flüssigere Bild-Darstellung.

Grundsätzlich gilt:

  1. Für das Ansehen von TV, Serien oder Filmen sind 25Hz bis 60Hz empfehlenswert, über 60Hz sollte man für TV-Bildschirme allerdings nicht gehen.
  2. Leute die ihren Monitor für Gaming bzw. das Computerspielen verwenden möchten, können gut und gerne von 120Hz und mehr profitieren, hier ist aber die Rechenleistung des PCs zu beachten.
  3. Je höher die Auflösung eines Bildschirms ist, desto niedriger wird die Bildfrequenz ausfallen.

 

Bildnachweise:

  • www.lg.com

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