Was ist Motion Blur - Bewegungsunschärfe in Computer-Games erklärt

Gaming-Monitor von Samsung zu gewinnen!

Das Gewinnspiel endet am 11.08.2020 um 18:00 Uhr

JETZT AM GEWINNSPIEL TEILNEHMEN

Motion Blur ist ein Effekt, mit dem sich Fotografen und Filmemacher auseinandersetzen müssen. Auch auf den Computerbereich und das Gaming-Umfeld wirkt sich die Bewegungsunschärfe aus.

In einigen Computerspielen setzen Spieleentwickler den Effekt ganz bewusst ein. Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen was Motion Blur ist, wie dieser Effekt entsteht und was Sie im Zusammenhang mit Computerspielen darüber wissen sollten.

 

Was ist Motion Blur?

Der deutsche Begriff für Motion Blur lautet Bewegungsunschärfe. Motion Blur ist ein Effekt, der aus der Fotografie stammt. Aber auch in bewegten Bildern, Filmen und in Computerspielen ist von Motion Blur die Rede. Mit Motion Blur ist die Unschärfe der bewegten Bildbereiche gemeint.

Während statische, nicht bewegte Objekte eines Bilds scharf dargestellt sind, verschwimmen im gleichen Bild die Konturen der während der Aufnahme bewegten Objekte. Zurückzuführen ist der Effekt auf die Belichtungszeit. Sie kann nicht so kurz gewählt werden, dass die bewegten Objekte mit gleicher Schärfe abgebildet sind wie die statischen.

Bewegungsunschärfe kann ein gewünschter oder unerwünschter Effekt sein. Beispielsweise wird Motion Blur in der Sportfotografie gerne eingesetzt, um die Dynamik des Geschehens wiederzugeben.

 

Abgrenzung der Bewegungsschärfe zu anderen Unschärfeeffekten

Nicht zu verwechseln ist die Bewegungsunschärfe mit anderen in der Fotografie oder beim Filmen auftretenden Unschärfeeffekten. So erzeugen Verwackeln, falsche Fokussierung, fehlerhafte Blendeneinstellung oder Bedienungsfehler ebenfalls unscharfe Bilder. Teilweise sind diese Unschärfen gewollt wie die verschwommenen Hintergründe in der Porträtfotografie. Der Unterschied zu diesen Unschärfeeffekten ist, dass Motion Blur nur die bewegten Objekte unscharf abbildet.

 

Wie entsteht Motion Blur?

Bewegt sich ein Objekt während der Belichtungszeit entsteht Motion Blur. Je größer die Geschwindigkeit und je länger die Belichtungszeit sind, desto größer ist die Unschärfe. Die Bewegung des Objekts relativ zur ruhig stehenden Kamera sorgt dafür, dass die Abbildung des Objekts sich während der Belichtung über den Bildsensor oder das Filmmaterial bewegt und dadurch verwischt.

Motion Blur lässt sich auch erzeugen, indem nicht das Objekt, sondern die Kamera sich bewegt. Im Filmumfeld nennt sich diese Aufnahmemethode „Mitziehen“. Die Kamera wird in gleicher Richtung synchron mit dem sich bewegenden Motiv mitgezogen. So lässt sich das Motiv trotz Bewegung scharf abbilden, der Hintergrund und alle statischen Objekte werden unscharf aufgenommen.

 

Motion Blur und natürliches Sehen

Wie in den vorigen Kapiteln erklärt, ist Motion Blur auf die technischen Einschränkungen der Verschlusstechnik und einer nicht beliebig kurz wählbaren Belichtungszeit zurückzuführen. Für die menschliche Wahrnehmung erscheint Bewegungsunschärfe jedoch durchaus natürlich.

Wir empfinden es als normal, dass schnell bewegte Objekte und Geschwindigkeit Unschärfe erzeugen. Das menschliche Auge arbeitet zwar nicht mit einer Verschlusstechnik, es kann aber bewegte Objekt ebenfalls nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit scharf auflösen. Für uns wirkt es normal und natürlich, dass bewegte Motive unscharf sind. Das menschliche Sehen kennt also ebenfalls eine Art Motion Blur.

 

Künstlich erzeugte Bewegungsunschärfe

Moderne digitale Fotoapparate und Filmkameras können aufgrund der leistungsstarken Belichtungs- und Sensortechnik selbst mit hohen Geschwindigkeiten bewegte Motive scharf auflösen. Diese Schärfe ist nicht immer erwünscht. Soll Dynamik in eine Aufnahme gebracht oder natürliches Sehen nachgeahmt werden, kommt künstlich erzeugte Bewegungsunschärfe zum Einsatz. Moderne Bild- und Videobearbeitungssoftware erlaubt künstlich generiertes, nachträglich eingefügtes Motion Blur.

 

Motion Blur und Computer-Monitore

Wichtig zu verstehen ist, dass Motion Blur in der Regel nicht durch den Computer-Monitor erzeugt wird. Die Bewegungsunschärfe ist bereits im Quellmaterial vorhanden. Der Monitor gibt diese Bewegungsunschärfe nur wieder. Zwar gibt es bei Monitoren Effekte, die eine Art Bewegungsunschärfe produzieren, doch sind diese Effekte relativ gering. Durch die Reaktionszeiten der LCD-Displays können Nachzieheffekte und Schlieren rund um bewegte Objekte entstehen.

Einige Monitor-Hersteller integrieren sogenannte Motion-Blur-Reduction-Technologien, mit unterschiedlichen Bezeichnungen und Funktionsweisen. Beispielsweise wird die Hintergrundbeleuchtung durch einen Stroboskop-Modus mit der Bildwiederholrate synchronisiert. Die Hintergrundbeleuchtung ist ausgeschaltet, während sich der Zustand eines Pixels ändert. So lassen sich Limitierungen in der Reaktionszeit der LCD-Panels ausblenden.

 

Bewusster Einsatz der Bewegungsunschärfe im Gaming-Umfeld?

In einigen Computerspielen wird Motion Blur bewusst eingesetzt, während in anderen Spielen versucht wird, Bewegungsunschärfe auf ein Minimum zu reduzieren. Grundsätzlich wirken Spiele mit Motion Blur realistischer. Bei Spielen mit viel Bewegung wie Autorennen sind nur die fokussierten Objekte in der Bildmitte scharf dargestellt, während die vorbei rauschenden Objekte am Rand verschwimmen.

Als störend wird Motion Blur in Multiplayer-Games empfunden. Die Spieler möchten in diesen Games den kompletten Sichtbereich scharf dargestellt haben. Nur so lässt sich das ganze Spielgeschehen samt plötzlich auftauchender Gegner erfassen. Verzichtet der Spieleentwickler komplett auf Motion Blur, wirken die Spielszenen schnell künstlich. Es gilt ein ausgewogenes Maß für die Bewegungsunschärfe zu finden.

 

 

4kmobile.de ist ein unabhängiges Wissensportal und Magazin für Monitore, Gaming, Technik & Gadgets. Als leidenschaftliche Tech-Enthusiasten veröffentlichen wir regelmäßig neue umfangreiche Ratgeber, Anleitungen, Wissens-Artikel und Testberichte.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

Bitte deinen Kommentar eingeben.
Bitte hier deinen Namen eingeben.